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Museum im Hexenturm

An der Südwestecke der mittelalterlichen Stadtbefestigung Rüthens am Seilerweg befindet sich das aus dem 14. Jh. stammende und aufgrund seiner zeitweiligen Kerker- und Folterkammerfunktion im Volksmund als 'Hexenturm' bezeichnete Bauwerk. Ein Bronzerelief und die im Innern ausgestellten Reproduktinen mahnen die Besucher an die düstere Zeit der Hexenverfolgung. Zum ca. 3,5 km langen Mauerring der Stadtbefestigung gehörten insgesamt 13 Türme und Blockhäuser. Der Hexenturm kann im Rahmen einer Stadtführung besichtigt werden.

In der äußersten Südwestecke des halbmondförmig angelegten mittelalterlichen Stadtgrundrisses befindet sich der einzige erhalten gebliebene Turm der alten Stadtbefestigung. Das halbrunde Gebäude, der im 14. Jahrhundert aus Rüthener Grünsandstein errichtet wurde, erhielt aus dem Volksmund seine Bezeichnung aufgrund seiner Funktion als Kerker und Folterkammer in der lang dauernden Phase Rüthener Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert und ihrer schauerlichen Begleitumstände. Im Sauerland wurden zu der Zeit etwa 600 Menschen als Hexen verurteilt. Etwa die Hälfte der angeblichen Hexen waren Männer. Von den 102 Menschen, die in Rüthen wegen Hexerei angeklagt wurden, haben nur zwei die Verhöre und die grässliche Folter überlebt.

Im dem kleinen zweigeschossigen Turm befinden sich kleine Schießscharten. Im unteren Raum des Turmes hängen an den Steinwänden Foltergeräte: Eine Daumenschraube, eine lange, eiserne Folterzange und ein Richtschwert. Im Boden eingelassen befinden sich beleuchtete Informationstafeln zur Geschichte der Hexenverfolgung. Über eine schmale Holztreppe gelangt man in den oberen Raum. Dort ist ein sogenannter „Aufzug“ zu sehen – eine Schlinge, die an einem schweren Stein befestigt ist. An den Wänden hängen eine alte Rute und eine Halsfessel. Daneben steht ein hölzerner Folterstuhl.

Außer diesem Turm besaß die alte Stadtbefestigung noch weitere 12 Türme und Blockhäuser, deren Reste in dem auf ca. 3,5 km noch sichtbaren Stadtmauerring bei einer Rundwanderung feststellbar sind. An vielen Stellen des Mauerweges erheben sich reizvolle Ausblicke in die abwechslungsreiche Naturlandschaft der Stadtumgebung.

Ein Bronzerelief an der Außenmauer des Turms erinnert insbesondere an die Zeiten der Hexenverfolgung in Rüthen. Das Kunstwerk ist aber auch Denkmal für die Überwindung des Hexenwahns durch das mutige Auftreten des berühmten Jesuitenpaters Friedrich von Spee und des dort ebenfalls abgebildeten, aus Rüthen stammenden Landpfarrers Michael Stappert (Stapirius). Beide waren Gegner der Hexenverfolgung. Friedrich von Spee war Beichtvater von vielen angeblichen Hexen und veröffentlichte im 17. Jahrhundert ein Buch über die Hexenverfolgung mit dem Titel „Cautio criminalis“ (deutsch: „Vorsicht bei der Anklage“).

freier Eintritt

Karte

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