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Bestwiger Panoramaweg (B)Fernwanderweg

Der Bestwiger Panoramaweg durchzieht auf ca. 53 km die herrliche Mittelgebirgslandschaft im gesamten Feriengebiet Bestwig. Der Weg glänzt - wie der Name sagt - durch viele wunderschöne, zuweilen spektakuläre Panorama-Ausblicke. Zumeist verläuft der Weg auf den Höhenzügen, aber auch die Dörfer mit ihren gastronomischen Betrieben sind in den Wegeverlauf bewusst einbezogen.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der Panoramaweg ist im September 2011 vom Deutschen Wanderverband als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet worden. Insbesondere zeichnet er sich durch einen kurzweiligen Wechsel der stillen Waldwege, gepflegter Dorfbilder, und attraktiven Aussichten aus.

Der ideale Einstieg ist im geschäftigten Zentrum von Bestwig am Bahnhof oder Rathaus, wo auch ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die 53 Wegekilometer lassen sich bequem in Etappen von Ort zu Ort aufteilen.

Der Weg ist hochwertig ausgeschildert und führt an vielen Sehenswürdigkeiten der Region vorbei wie: Valmestausee, Alter Heer- u. Pilgerweg, Klippenweg über Andreasberg, Stüppelturm im Freizeitpark Fort Fun, der einzige natürliche Wasserfall von Nordrhein: die "Plästerlegge", die ehemaligen Bergbaugebiete Dörnberg, Alte Ries und Bastenberg, Rauchabgaskamine in Ramsbeck und Ostwig, Venetianerstollen und das Sauerländer Besucherbergwerk. Nicht zuletzt die herrlichen Aussichten über Ruhr und Valmetal.

Der Panoramaweg bietet sich mit seinen gehobenen Ansprüchen für Mehrtagestouren an. Allein die fast 2.000 Höhenmeter zeigen an wie anspruchsvoll dieser Wanderweg ist. Drei Wandergasthöfe und viele weitere Übernachtungsbetriebe liegen direkt am Weg.

Am Bürger- und Rathaus in Bestwig beginnt die erste Tour auf dem Bestwiger Panoramaweg. Als erstes erfolgt der Aufstieg zum Westfeld. Mit Blick auf den Stausee geht es weiter über den Alten Heerweg und den Oehrenstein, vorbei am Hexenplätzchen zur Freizeitanlage Andreasberg. Während Dörnberg 1759 erstmalig erwähnt wird, ist das etwas unterhalb gelegene Andreasberg das jüngste Dorf der Gemeinde Bestwig. Im Zuge der bergbaulichen Boomphase, die wohl nur mit einem Goldrausch verglichen werden kann, bezog ein Treck aus Sachsen an nur einem Tag im Jahre 1854 die vorher notdürftig von der Bergwerksleitung zusammen gezimmerten Häuser.

Die große Freizeitanlage in Andreasberg lädt zur Rast ein. Vom Bergarbeiterdorf Andreasberg führt die Tour über die Klippen und den Stüppel, mit Blick zur Hunau und am Freizeitpark Fort Fun Abenteuerland entlang nach Bestwig-Wasserfall. Der Ort ist nach dem unterhalb des Dorfes liegenden, einzigen natürlichen Wasserfall von Nordrhein-Westfalen benannt, der aber nur periodisch wasserführend ist. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Wasserfall findet sich im Jahre 1560. Die ersten Bewohner waren sicherlich Köhler und Bergleute, die im nahen Bergbau am „Klingelborn“ ihr Brot verdienten. Bekannt wurde das Dorf durch den Freizeitpark Fort Fun. Vom Stüppelturm aus bietet sich eine tolle Aussicht über weite Teile des Sauerlandes. Weitere markante Wegpunkte sind die Kapelle, der Wasserfall "Plästerlegge" und die Reitmecke. Die erste Etappe endet in Heinrichsdorf (mit DAV-Haus und Marienkapelle).

Heinrichsdorf ist eine Bergarbeitersiedlung von 1854. Die Kapelle, der hl. Maria Goretti geweiht, wurde 1954, also 100 Jahre nach Gründung des Ortes erbaut. Im Jahre 2001 baute der Deutsche Alpenverein, Sektion Sauerland DAV die ehemalige Dorfschule zu einem Wanderheim um. Wir passieren Untervalme, die Kapelle Maria Hilf der Christen nach Valme. Von Valme geht es durch den Faulenberg, das Brabecketal und das Twillmecketal zum Bastenberg oberhalb von Ramsbeck. Das Erscheinungsbild des staatlich anerkannten Erholungsortes ist stark von der jahrhundertelangen Bergbaugeschichte des Dorfes geprägt. Ein Abstecher ins Sauerländer Besucherbergwerk (die historische Grubenbahn fährt mehrmals täglich Besucher 1,5 km in den Eickhoffstollen) lohnt immer! Wir verlassen den Panoramaweg und nehmen den Weg rechts ab ins Dorf, um dort unsere zweite Etappe zu beenden.

Auf auf einer Bergbaurunde vorbei am Rauchabgaskamin, dem Venetianerstollen, der Bergbausiedlung "Eickhagen" und über Raviele sowie Ostfeld führt uns der Weg nach Berlar. Das schmucke Fachwerkdorf verfügt über die Kapelle „St. Peter und Paul“ , über eine bundesweit bekannte Islandpferde-Reitschule mit Reiterhof und  über ein altes Backhaus beim Hof Stehling-Witthöfer, in dem mehrmals im Jahr Brot gebacken wird. Weiter geht es dann in das Weihnachtsbaumdorf Heringhausen mit der Kirche St. Nikolaus.

Von Heringhausen geht es über "Knippe", Winkelmanns Kreuz und die Alte Deponie zum Ostenberg. Vorbei an der Ostenberghöhle, dem Kreuzweg Bestwig wandern wir mit Ruhrtalsicht zur Veledahöhle und der Knükelhütte. Die Pfarrei Velmede zählt zu den 12 Urpfarreien, die von Karl dem Großen um 800 errichtet wurden. Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass sie die Urkirche des oberen Ruhrtales war.

Weiter geht es nach Föckinghausen. Wir folgen dem Kreuzweg und genießen anschließend die Blicke über das Ruhrtal. Unterhalb des Heimberges führt uns der Weg in die ehemalige Köhlersiedlung Föckinghausen, die sich heute zu einem beliebten Ferienort entwickelt hat. Von Föckinghausen geht es über den Sengenbergskopf mit immer wieder schönen Ausblicken ins Valmetal, Ruhrtal und zum Bergkloster Bestwig in Richtung des Schieferdorfes Nuttlar. Die St. Anna-Kirche wird aufgrund der Maße auch schon mal Sauerländer Dom genannt. Alfertkreuzung, Kutschenweg und Kreuzweg Nuttlar sind einige der nächsten Stationen. Nach dem Schlehborntal führt die Wanderzung an der idyllischen Mariengrotte entlang zur Siedlung Dümel. Wir passieren die Fischtreppe, die Ruhrauen und den Bigger Weg und gelangen dann über die Steinbergruine nach Ostwig.

Der staatlich anerkannte Erholungsort gefällt durch schmucke Fachwerkhäuser und das schlossähnliche Haus Ostwig im Zentrum. Seit 1771 befindet sich der alte Rittersitz im Besitz des Freiherrn von Lüninck. Die Ruine eines Rauchabgaskamins weist auf die Zeit des bergbaulichen Booms rund um Ramsbeck hin. Hier in Ostwig sollte eine Verhüttung entstehen, aber vor der Umsetzung brach das geplante Ramsbecker Bergbauimperium zusammen und der Kamin kam niemals zum Einsatz. Vorbei am Bergkloster gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt in Bestwig.

Wir empfehlen festes Schuhwerk, sowie ausreichend Verpflegung und Getränke mitzubringen.
Den Weg am besten in 4 Etappen erwandern. Die Kulturdenkmäler besuchen und einfach nur die herrliche Landschaft genießen.
Im Hochsauerlandkreis ist ein Rettungspunktsystem installiert. Rettungspunkte finden Sie unter anderem auf den Informationstafeln der Knotenpunkte und Wanderbeschilderung.
Sie fahren die Autobahn A 44 Dortmund/Kassel bis Abfahrt Arnsberg über die A445 bis Arnsberg, über die A 46 bis Bestwig. An der Autobahnabfahrt Bestwig links bis Ortsmitte Bestwig.
Parkmöglichkeiten befinden sich beispielsweise am Bahnhof oder am Bestwiger Rathaus.
Mit dem Zug zum Bahnhof Bestwig.
Wanderkarte Meschede-Bestwig 1:30.000